Eine junge Mexikanerin, in den sozialen Medien bekannt als „lobita_xx94“, überquerte den halben Kontinent, um Vic, ihren venezolanischen Freund, persönlich zu treffen, mit dem sie zuvor nur aus der Ferne gesprochen hatte.

Am 24. Juni sahen sie sich endlich: Er wartete am Flughafen mit Blumen und Geschenken auf sie und beendete Monate voller Nachrichten mit einer echten Umarmung.
Fünf Stunden später bebte die Erde durch das Doppelbeben, das in Venezuela mehr als 3,000 Tote forderte. Vic überlebte nicht. Sie wurde lebend aus den Trümmern einer Geschichte gerettet, die kaum begonnen hatte.


„Das Leben schenkte uns 5 Stunden zusammen“, schrieb sie später, und dieser Satz fasst alles zusammen: die Liebe, die Zeit hatte zu existieren, wenn auch nur kurz.

Ihr Zeugnis blieb als Erinnerung daran, dass Zeit manchmal nicht in Jahren gemessen wird, sondern in dem, was wir im genauen Moment, den wir leben sollen, zu fühlen vermögen.
