In seinem Viertel La Victoria, Valle del Cauca, wurden Gustavo Puerta erst Türen verschlossen, bevor sie sich für ihn öffneten. Dieselben Menschen, die ihn aufwachsen sahen, sagten ihm, sein Körper sei nicht der eines Fußballers. Seine erste Mannschaft hieß Victoria Valle, und dort war das Urteil klar: zu pummelig, um es weit zu bringen.

Heute ist er 22 Jahre alt, ist mit Racing de Santander gerade in Spaniens Erste Division aufgestiegen, und er stand am 7. Juni 2026 für Kolumbien gegen Jordanien in der Startelf, in der Schlussphase vor der Weltmeisterschaft. Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft im November 2025 gegen Neuseeland hinterließ sofort Eindruck bei ihm: ein Tor in der 3. Minute. Um nach Europa zu kommen, ergänzte er seinen Alltag um einen Koch, einen Fitnesstrainer und einen Kinesiologen — denn er wusste genau, was man ihm gesagt hatte, und genau, was er beweisen wollte.

Hernán Pacheco, der Trainer, der bei Bogotá FC auf ihn setzte, brachte es unverblümt auf den Punkt: „Viele Trainer wollten ihn wegen seines Körperbaus nicht.“ Puerta hörte sie alle an. Und dann ging er raus und spielte. 🎯
