35 Kätzchen wurden 2005 in einem Wald in Ohio, USA, ausgesetzt. Ohne Futter, ohne Unterkunft und ohne jemanden, der nach ihnen suchte, überlebten mehrere die Kälte, den Hunger und die Krankheiten, die danach kamen, nicht.

Die verantwortliche Person wurde für schuldig befunden, doch Richter Michael Cicconetti war nicht damit zufrieden, sie ins Gefängnis zu schicken. Er gab ihr zwei Optionen: 90 Tage hinter Gittern oder eine andere Strafe – Geld an Tierschutzorganisationen zu spenden und eine ganze Nacht allein in genau diesem Wald zu verbringen, ohne Essen oder Vorräte. Die Idee war einfach und brutal: Sie sollte, wenn auch nur ein wenig, spüren, was sie selbst verursacht hatte.

Sie akzeptierte die zweite Option und setzte sie um. Im Laufe der Jahre wurde dieser Fall zu einem Beispiel für restorative Justiz, eine Art der Bestrafung, die nicht nur einsperren, sondern Menschen auch den tatsächlichen Schaden hinter der Tat verstehen lassen will. Eine Nacht im Freien gegenüber 35 verlorenen Leben – entscheiden Sie selbst, ob der Preis hoch genug war.

