Mitten in der Verwüstung, die das Erdbeben im venezolanischen Bundesstaat La Guaira verursacht hat, ist eine Geschichte der Hoffnung um die Welt gegangen.

Marlene Angulo, 69, blieb mehrere Tage unter den Trümmern ihres Hauses eingeschlossen, bis ein Rettungsteam aus El Salvador sie orten und lebend bergen konnte. Die Rettungsaktion war besonders kompliziert, da der Ort, an dem sie sich befand, nur schwer zugänglich war.
Als sie schließlich an die Oberfläche kam, erschöpft, aber bei Bewusstsein, überraschte sie alle mit einer Bitte, die ebenso einfach wie unerwartet war.

„Können Sie mir eine Coca-Cola geben?“
Die Ärzte konnten ihr diesen Wunsch nicht sofort erfüllen, da sie sie zunächst durch intravenöse Flüssigkeitszufuhr stabilisieren mussten, bevor sie ihr erlauben konnten, irgendein anderes Getränk zu trinken.

Der Moment ging viral, und Tausende Menschen deuteten diese Bitte als Symbol dafür, dass Marlene trotz allem, was sie durchgemacht hatte, weiterhin am Leben festhielt.

Die Freude über die Rettung war jedoch auch von Ungewissheit geprägt. Zum Zeitpunkt des Einsturzes befanden sich mehrere Mitglieder ihrer Familie im Haus, und den verfügbaren Informationen zufolge gab es noch immer keine Nachrichten über ihren Verbleib.

Während die Sucharbeiten in den Trümmern weitergehen, ist Marlens Geschichte zu einem der wenigen Hoffnungsmomente inmitten einer Tragödie geworden, die Tausende Opfer und Vermisste hinterlassen hat.
Hier ist das Video, das ihre Geschichte erzählt:
