In der Hocke, mit heruntergelassener Hose, völlig ruhig am Telefon sprechend. So wurde eine Frau an Bord eines Wizz-Air-Flugs auf der Strecke Warschau-London gefilmt, während sie im Gang des Flugzeugs urinierte und den Vorgang in Echtzeit der Person am anderen Ende der Leitung schilderte.

Der Grund, den die Crew für die Sperrung des Zugangs zur Toilette angab, war nicht willkürlich. Das Flugzeug wurde nach der Landung betankt, ein Standardprotokoll der Fluggesellschaften, das die Benutzung der Toiletten während dieser Phase verhindert. Die Pfütze bildete sich im Kabinengang, Meter vom Galley-Bereich entfernt, unter den Blicken der anderen Passagiere, die die Szene mit ihren eigenen Handys festhielten. Die Empörung an Bord war sofort groß. Das Video begann schnell in den sozialen Medien zu kursieren und löste eine Welle von Reaktionen aus. Laut Quellen, die von der Zeitung The Sun zitiert wurden, traf die Polizei nach Ende des Vorfalls ein und nahm die Frau fest. Ihre Identität wurde nie bekannt gegeben.

Der Fall ließ eine unangenehme Frage ohne klare Antwort zurück: Inwieweit rechtfertigt ein Protokoll, einem Passagier den Toilettengang zu verweigern, und inwieweit rechtfertigt diese Verweigerung, was diese Frau zu tun beschloss?
