Edith Casas war 22, als sie eine Entscheidung traf, die Argentinien schockierte: Sie heiratete Víctor Cingolani, den Ex-Freund ihrer Zwillingsschwester Johana Casas und den Hauptverdächtigen in ihrem Mordfall.

Das Verbrechen geschah 2010 in der Provinz Santa Cruz, wo Johana Casas erschossen tot aufgefunden wurde. Von Beginn der Ermittlungen an wurde Cingolani als Hauptverdächtiger in dem Fall identifiziert. Edith verteidigte jedoch stets öffentlich seine Unschuld und sagte, sie sei in ihn verliebt.


Die Beziehung entwickelte sich weiter, während der Angeklagte in Haft blieb, bis die beiden 2013 schließlich im Gefängnis heirateten. Nach drei Jahren hinter Gittern kam er wieder frei, nachdem ein anderer Mann als Täter des Verbrechens identifiziert worden war.

Im Laufe der Zeit wurde der Fall zu einer der umstrittensten und meistdiskutierten Kriminalgeschichten in Argentinien.

