Google hat bei der United States Environmental Protection Agency einen Antrag eingereicht, 32 Millionen Mücken in Florida und Kalifornien freizusetzen – eine Initiative, die beängstigend klingen mag, in Wirklichkeit aber eine innovative wissenschaftliche Strategie zur Bekämpfung von durch Mücken übertragenen Krankheiten wie Dengue, Zika, Chikungunya und Malaria ist, unter Einsatz der „Sterile-Insekten-Technik“.

Die Mücken, die der Technologieriese freisetzen will, sind Männchen der Art Aedes aegypti, die mit den Wolbachia-Bakterien infiziert sind, nicht stechen und keine Krankheiten übertragen, und die, wenn sie sich mit wilden Weibchen paaren, verhindern, dass deren Eier schlüpfen, wodurch die Populationen gefährlicher Mücken auf natürliche Weise reduziert werden, ohne dass chemische Insektizide eingesetzt werden müssen.

Project Debug wurde bereits in Singapur mit erfolgreichen Ergebnissen getestet: Dabei wurde die Population der Aedes-aegypti-Mücke um 80% bis 90% reduziert und die Zahl der Dengue-Fälle in einigen Gebieten um mehr als 70% gesenkt. Nun wartet Google auf die Genehmigung der EPA, während Bill Gates ebenfalls in ähnliche Projekte investiert, etwa in eine Fabrik in Kolumbien, die mit demselben Ziel 30 Millionen Mücken pro Woche produziert.

