Viola Davis hatte Hunger. Nicht die Art von Hunger, die entsteht, wenn man eine Mahlzeit auslässt, sondern die Art, die sie dazu brachte, in von Würmern befallenen Müllcontainern nach etwas zu suchen, das sie in den Mund stecken konnte.


Sie wuchs in Central Falls, Rhode Island, in einem baufälligen Gebäude ohne heißes Wasser auf, mit Ratten als Mitbewohnern.


Ihr Vater pflegte Pferde, ihre Mutter arbeitete als Reinigungskraft in den Häusern anderer Menschen, und sie ging fast jeden Tag mit leerem Magen zur Schule.
Sie erzählte die Geschichte selbst im Jahr 2014 während des Power of Women-Lunches des Magazins Variety. Sie sagte es nicht, um Mitleid zu erregen. Sie sagte es, weil sie wollte, dass die Menschen wissen, woher sie kam.
Heute ist Viola Davis die einzige afroamerikanische Schauspielerin in der Geschichte, die den EGOT erreicht hat: Emmy, Grammy, Oscar und Tony.

Sie studierte am Rhode Island College und anschließend an der Juilliard, einer der anspruchsvollsten Schauspielschulen der Welt.
Heute widmet sie einen Teil ihrer Zeit der Kampagne Hunger Is gegen Kinderhunger, weil sie genau weiß, wie es sich anfühlt, nicht zu wissen, was man morgen essen wird.
