Thaynara Marcondes war 21 Jahre alt, als ihr Körper begann, sich auf eine Weise zu verändern, die niemand zu erklären wusste.


Es war ihre Tante, die es zuerst bemerkte: Die Brüste der Pädagogikstudentin in Mandirituba, Brasilien, nahmen jeden Monat um fast 750 Gramm zu. Kein Ende in Sicht. Keine offensichtliche Ursache.

Die Ärzte schlossen einen Tumor aus, fanden jedoch nie die Ursache des Problems. Mit der Zeit wog jede Brust fast 5 Kilo – zusammen mehr als 10 Kilo Gewebe, für dessen Gewicht ihr Rücken nicht ausgelegt war.


Sie konnte keine gewöhnlichen BHs oder Kleidung in Standardgröße mehr tragen.


Die Schmerzen in ihrem Nacken, ihren Schultern und ihrem Rücken wurden so stark, dass sie an ihren schlimmsten Tagen einen Rollstuhl brauchte, um sich fortzubewegen. Bei ihrer Arbeit mit kleinen Kindern wurde es nahezu unmöglich, sie in den Armen zu halten.

Die Erkrankung heißt Gigantomastie und ist ebenso selten wie grausam: Der Körper wächst, aber niemand weiß, warum das Wachstum aufhört oder ob es das überhaupt tun wird. Mit Hilfe von Spenden sammelte Thaynara etwa 8.000 Dollar für eine Operation, die länger als 10 Stunden dauerte und ihr den Körper zurückgab, den sie verloren hatte.
