Alles begann mit einem einfachen „Karte abgelehnt.“

Der 29-jährige Mann sagte nichts weiter. Er setzte einen Motorradhelm auf, betrat den Supermarkt in Dourado, Brasilien, und begann, eine Weinflasche nach der anderen zu nehmen und auf den Boden zu werfen. Kassierer und Kunden standen wie erstarrt da, während sich Rotwein und Glasscherben zweieinhalb Minuten lang in den Gängen verteilten.

Laut dem Manager Aparecido Donizete Ballan belief sich der Schaden durch zerstörte Waren auf mehr als 8.600 Dollar. Bevor er den Supermarkt betrat, hatte er bereits ein Motorrad umgestoßen und ein Schild demoliert; im Inneren zerbrach er eine Glastür und bedrohte die Anwesenden. Als er den Supermarkt verließ, stellte er sich den am Tatort eintreffenden Polizisten, obwohl er später nach seiner Aussage wieder freigelassen wurde.

Der für den Fall zuständige Ermittler João Fernando Baptista vermutet, dass der Mann eine psychotische Episode erlebte. Er ist nicht vorbestraft, doch dies war nicht das erste Mal, dass er in demselben Geschäft Schaden angerichtet hatte: Zuvor hatte er bereits einen neu gepflanzten Baum neben dem Geschäft beschädigt. Nun muss das Justizsystem feststellen, ob er für das Geschehene strafrechtlich verantwortlich gemacht werden kann.

