Es waren nur noch wenige Meter, und seine Beine reagierten nicht mehr.
Das Kind lief den Valle-Marathon zwischen Yumbo und Palmira, als die Erschöpfung die Oberhand gewann, noch bevor es selbst aufgab.

Da sah ein Soldat der Brigade für umfassende Maßnahmen und Entwicklung Nr. 2, wie es taumelte, und zögerte nicht: Er stellte sich neben das Kind, sprach ihm ins Ohr und begann, gemeinsam mit ihm das Tempo vorzugeben.
Wenige Sekunden später schloss sich ein zweiter Soldat ihnen an, und gemeinsam stützten sie das Kind an den Armen, damit seine Schritte nicht zum Stillstand kamen.

Was als Nächstes geschah, wurde von Dutzenden Handys festgehalten: das Trio, das gemeinsam vorankam, das Kind, das dank jener Stimmen, die nicht aufhörten, es anzufeuern, wieder zu Atem kam, und schließlich die drei, die unter dem Applaus von Tausenden Läufern die Ziellinie überquerten.
Die Nationalarmee feierte später die Geste ihrer Soldaten in den sozialen Medien. An diesem Tag tauschten sie ihre Waffe gegen Geduld ein und machten aus einem Rennen mit 9.000 Teilnehmern die Geschichte eines Einzelnen.
