Allisson Valdez, eine guatemaltekische Influencerin, erhält Kritik, nachdem sie ein Video geteilt hat, in dem sie lachend und lächelnd sagt, dass sie sich in Kolumbien befand, als das starke Erdbeben geschah.

Die Content-Creatorin berichtete, dass sie unverletzt entkommen konnte, und beschrieb das Geschehen als eine Situation, in der sie, ihren Worten zufolge, sehr viel Glück hatte. Doch gerade die Art und Weise, wie sie sich entschied, von dem Erlebnis zu erzählen, löste in den sozialen Medien eine Welle von Fragen aus.
„Und worüber lacht sie?“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer kommentierte: „Es sind traurige Nachrichten. Ich weiß nicht, warum sie die Nachrichten fröhlich überbringt“.
Die Reaktion verstärkte sich noch, nachdem die Influencerin ihren Bericht mit dem Satz „Gott und seine perfekten Pläne“ begleitet hatte.

Für einige kann der Satz einfach als persönlicher Ausdruck der Dankbarkeit dafür verstanden werden, überlebt zu haben. Für andere war er besonders unglücklich angesichts einer Tragödie, bei der andere Menschen nicht so viel Glück hatten.
Und genau das ist die Debatte: Ist es falsch, zu feiern, eine Tragödie überlebt zu haben, oder gibt es eine respektvollere Art, darüber zu sprechen, wenn andere Menschen ihr Leben verloren haben?

Die Kontroverse besteht nicht unbedingt darin, dass die Influencerin dankbar ist, lebend davongekommen zu sein. Die Frage liegt im Kontrast zwischen ihrem fröhlichen Ton und dem Kontext einer Tragödie, die Tausende von Menschen betraf.
In den sozialen Medien wurde die Grenze zwischen dem Teilen einer persönlichen Erfahrung und dem Ausnutzen eines tragischen Ereignisses zur Erstellung von Content erneut zum Diskussionsthema.
