
Ana Cándida Évora konnte das WM-Debüt ihres Sohnes nicht sehen. Es lag nicht an mangelndem Wunsch oder fehlender Liebe: Die USA verlangten von ihr eine Kaution von bis zu $15,000, um das Visum zu bearbeiten, eine unmögliche Summe für eine Familie aus Kap Verde. Vozinha —Josimar Dias, 40 Jahre alt, Torhüter und Kapitän seiner Nationalmannschaft— weinte nach dem Spiel gegen Spanien öffentlich, als er bestätigte, dass seine Mutter nicht auf der Tribüne war. 🥺
Doch die Geschichte endete nicht dort. Das Bild dieser Tränen ging um die Welt, und damit kam auch der Druck. Der Kongressabgeordnete Hakeem Jeffries, der kapverdische Wurzeln hat, wandte sich direkt an Außenminister Marco Rubio, um die Aufhebung dieser Kaution zu erreichen. Und es funktionierte. Ana Cándida landete in Miami, betrat das Hard Rock Stadium und schwenkte von einer Loge aus die Flagge von Kap Verde, während ihr Sohn im wichtigsten Spiel der Geschichte seines Landes das Tor verteidigte. 🇨🇻
Am 21. Juni 2026 spielte Kap Verde 2-2 gegen Uruguay —eines der unwahrscheinlichsten Ergebnisse dieser Weltmeisterschaft— und erzielte durch Kevin Pina sein allererstes WM-Tor. Vozinha sah es von innen. Seine Mutter von oben. Und wir, die wir die Geschichte von außen verfolgten, fühlten genau das, was Fußball einen fühlen lassen sollte. ⚽❤️
Die Mutter des kapverdischen Torhüters Vozinha sendet eine Dankesbotschaft an Fußballfans auf der ganzen Welt! 💙
— FIFA (@FIFAcom) 21. Juni 2026
🗣️ „Stärke und Mut, Blaue Haie!“ – ihre Botschaft an Kap Verde, bevor sie ihr Spiel gegen Uruguay in Miami besuchte. pic.twitter.com/rr1AOTsD05
