Walter Williams war 78 Jahre alt und wurde wegen Herzinsuffizienz seit Wochen palliativ betreut, als seine Familie an einem Mittwochabend Ende Februar 2014 anrief, um seinen Tod zu melden.

Der Gerichtsmediziner in Holmes County, Mississippi, konnte weder Puls noch Herzschlag feststellen und erklärte ihn für tot. Sein Neffe Eddie Hester sah zu, wie man Walter in einen Leichensack legte und diesen zuzog. Sie brachten ihn zum Bestattungsinstitut Porter and Sons und legten ihn auf den Einbalsamierungstisch.
Im Morgengrauen, als sich die Angestellten darauf vorbereiteten, mit der Arbeit zu beginnen, bewegte sich der Sack. Williams trat von innen dagegen und atmete tief mit langen Atemzügen. Sanitäter brachten ihn in ein Krankenhaus, wo er mit seinen Kindern sprechen konnte. An fast nichts konnte er sich erinnern: Er dachte, er hätte einfach nur geschlafen.

Niemand weiß genau, was passiert ist. Der Gerichtsmediziner vermutet, dass sein Herzschrittmacher aussetzte und wieder ansprang, und Ärzte meinten, dass eine schwere Unterzuckerung in Verbindung mit Medikamenten ihn möglicherweise in einen so tiefen Schlaf versetzt hatte, dass er tot zu sein schien.
Zwei Wochen später starb er tatsächlich zu Hause. Bevor er verstarb, sah er seine Schwester und lernte sein jüngstes Enkelkind kennen. Sein Neffe hatte den Gerichtsmediziner um nur eines gebeten: „Sorgen Sie diesmal dafür“.
