Jason Barnes war 22, als ein Stromschlag sein Leben veränderte.
Er reinigte einen Abluftkanal in einem Restaurant nahe Atlanta, als ein Transformator ausfiel und 22.000 Volt durch die rechte Seite seines Körpers flossen.

Er stand im Wasser und trug Gummistiefel. Nach mehreren Operationen, mit denen sein Arm gerettet werden sollte, mussten die Ärzte ihn unterhalb des Ellenbogens amputieren. Er verließ das Krankenhaus zutiefst deprimiert. Sein Traum, Schlagzeuger zu werden, schien damit ausgeträumt.

Doch ein paar Monate später holte er sein Schlagzeug aus der Garage und schnallte einen Drumstick an seine Verbände. Es tat sehr weh. Trotzdem hielt er den Takt. Später schaffte er es auf eine Musikschule und entwickelte gemeinsam mit Professor Gil Weinberg und seinem Team am Georgia Tech eine robotische Prothese: Ein Drumstick reagiert auf seine Muskeln, während der andere der Musik zuhört und improvisieren kann.

2014 stellte er mit Prothesen einen Guinness-Weltrekord für Geschwindigkeit auf. Heute leitet er eine Stiftung, die anderen Musikerinnen und Musikern mit Behinderungen den Zugang zu diesen Technologien ermöglichen soll.

