Lori Wood kannte Jonathan Pinkard kaum zwei Tage, als sie ihm eine Frage stellte, die das Leben beider für immer veränderte.
Er war 27 Jahre alt, hatte Autismus und ein Herz, das eine Transplantation benötigte. Am Ende einer Arbeitsschicht im August 2018 war er zusammengebrochen und musste von da an immer wieder ins Krankenhaus. Die Ärzte waren sich einig: Ohne eine Familie, die sich nach der Operation um ihn kümmerte, konnte er nicht auf der Transplantationsliste bleiben. Seine Großmutter, die ihn großgezogen hatte, war 2012 gestorben. Seine Mutter befand sich in einer Reha-Einrichtung. Nach seiner Entlassung schlief er in einer Notunterkunft für Männer, weil er nirgendwo sonst unterkommen konnte.


Im Dezember 2018 wurde Lori, eine Intensivkrankenschwester am Piedmont Newnan Hospital in Georgia, seinem Fall zugeteilt. Nachdem sie sich zwei Tage lang um ihn gekümmert hatte, fragte sie ihn, ob sie seine rechtliche Betreuerin werden dürfe. Jonathan zog bei ihr in Hogansville ein, und gemeinsam kämpften sie monatelang dafür, dass er wieder auf die Transplantationsliste der Emory University aufgenommen wurde. Im Juli 2019 wurde Lori offiziell seine Betreuerin. Einen Monat später, im August, erhielt Jonathan sein neues Herz.
Jetzt kümmert sie sich um ihn, achtet darauf, dass Jonathan täglich seine 34 Tabletten nimmt, und hilft ihm, ein selbstständiges Leben zu führen. Und jetzt nennt er sie „Mama“.

