Das Spiel war vorbei. Japan hatte bei der WM 2026 im Stadion in Dallas 2:2 gegen die Niederlande gespielt. Und während sich die meisten Ränge leerten, blieben die japanischen Fans. Mit blauen Säcken in der Hand sammelten sie aus ihrem Block jedes letzte Stück Papier, jeden letzten Becher, jeden letzten Zigarettenstummel auf. 🧹
Es ist keine Kampagne. Es ist keine Vorgabe des Vereins. Es ist pure Kultur. Die Tradition geht auf die erste Weltmeisterschaft zurück, an der Japan teilnahm, 1998, und sie hat sogar einen eigenen Namen: „Tatsu tori ato wo nigosazu“, was so viel bedeutet wie „hinterlasse es so, wie du es vorgefunden hast“. Das wird schon in der Grundschule gelehrt und hat Wurzeln im Shintoismus, wo äußere Sauberkeit innere Reinheit widerspiegelt. Bei der WM 2018 reinigten die Spieler selbst nach ihrem Ausscheiden die Umkleidekabine und hinterließen eine Dankesnotiz auf Russisch. 🫡
Ein Fan brachte es besser auf den Punkt als jeder Experte: „Es ist eine Ehre für uns, hier zu sein. Wir wollen kein Chaos hinterlassen und einfach gehen.“ Es gibt Dinge, die kein Regelwerk vorschreiben kann. Das ist eines davon. ✨
