Was steckt hinter den vier großen Erdbeben, die Venezuela, Japan und Kalifornien in kaum acht Stunden erschütterten?

Por Maried Díaz
25 June, 2026

Venezuela, Kalifornien und Japan in weniger als acht Stunden. Vier große Erdbeben in drei verschiedenen Ländern und auf zwei verschiedenen Kontinenten warfen eine Frage auf, die sich sowohl in den sozialen Medien als auch in wissenschaftlichen Kreisen verbreitete: Geschieht in den Tiefen des Planeten etwas Ungewöhnliches?

USGS/AP

Am außergewöhnlichsten war nicht die Zahl, sondern das, was in Venezuela geschah: zwei Erdbeben der Magnitude 7,2 und 7,5, die in derselben Verwerfungszone nur 39 Sekunden auseinanderlagen. Seismologen nennen dies ein „seismisches Doppelpaar“. Ein doppelter Bruch in angrenzenden Segmenten derselben Verwerfung, bei dem das erste Beben als Vorläufer wirkt und das zweite, zerstörerischere, den Hauptbruch darstellt. Es ist ein Phänomen, das zuvor 2016 in Neuseeland, 2012 in Indonesien und 2011 in Japan registriert wurde, wenn auch selten mit einem so kurzen Abstand. Was das globale Zusammentreffen betrifft, erklärt der USGS, dass die Erde pro Jahr rund 500.000 Erdbeben verzeichnet, etwa 1.300 pro Tag, und dass ein großes Erdbeben kein anderes ähnliches auf der anderen Seite des Planeten auslösen kann: Die Wellen, die zwischen den Kontinenten wandern, verändern den Spannungszustand anderer Verwerfungen so geringfügig, dass dies wissenschaftlich unbedeutend ist.

USGS/AP

Was wie ein Dominoeffekt wirkte, war in Wirklichkeit reine Statistik.

USGS/AP

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