„Wenn etwas schlaff ist, straffe ich es“, sagte Dolly Parton. So fasst sie, ohne um den heißen Brei herumzureden, eine Philosophie zusammen, der sie vor den Kameras und gegenüber denen, die über sie urteilen, seit mehr als vier Jahrzehnten treu geblieben ist.

Die inzwischen 78-jährige Sängerin hat die Skalpelle hinter ihrem perfekt straffen Gesicht oder ihrer dem Lauf der Zeit trotzenden Figur nie verheimlicht. Jede Korrektur ist für sie eine persönliche Entscheidung ohne Schuldgefühle: Sie versucht nicht, jünger auszusehen; sie möchte sich im Spiegel wiedererkennen. Wenn ihr ein Teil ihres Körpers nicht mehr gefällt, lässt sie ihn korrigieren. Kein Drama, keine Entschuldigungen, keine verheimlichten Narben.

Gerade diese unbequeme Ehrlichkeit macht sie so faszinierend: Während andere Prominente selbst das Offensichtliche leugnen, präsentiert sie den Prozess als eine Art Pflegeroutine. Es ist eine Haltung, die sie seit den 80ern vertritt und die heute, in der Blütezeit diskreter kosmetischer Korrekturen, fast provokant klingt.

