In Callao, Peru, weinte eine Frau neben dem Sarg ihres Mannes. Sekunden später verwandelte sich genau dieses Weinen in Twerking im Rhythmus von „En la Cama“, dem Klassiker von Nicky Jam und Daddy Yankee.

Die Musik kam nicht aus irgendeinem Lautsprecher: Sie wurde live von Cristian Huancahuari gespielt, bekannt als „El Cangri del Callao“, einem Daddy-Yankee-Imitator, der im Rahmen seines Geschäfts musikalische Shows bei Totenwachen anbietet. Er selbst lud das Video in seine sozialen Netzwerke hoch, mit einer Nachricht, die „meinem Onkel Jean Ñanga“ gewidmet war, dem Mann, von dem man sich mit Tränen und Tanz verabschiedete.

Der Clip ging sofort viral und spaltete die Nutzer in zwei Lager. Einige meinten, dass jeder Trauer so erlebt, wie er kann: mit Lachen, Weinen und sogar Reggaeton. Andere bezeichneten es als völligen Mangel an Respekt vor dem Andenken des Verstorbenen. Und was meinst du: Siehst du darin eine legitime Art, Abschied zu nehmen, oder ein Zeichen von Respektlosigkeit?

