Zwei Transplantationen scheiterten. Beim dritten Versuch wurde Lisa wiedergeboren

Por Fernanda Saide
22 July, 2026

Manche Körper geben nach der ersten Niederlage auf. Und dann gibt es Menschen wie Lisa Myers, die nach dem Verlust von zwei Nieren, zehn vollen Jahren Dialyse und dem Kampf gegen eine Krankheit, die ihre Haut mit Blasen bedeckte, noch die Kraft hatte, es ein drittes Mal zu versuchen.

Lisa Myers

Alles begann 1995 mit Schwellungen an ihren Füßen, die Lisa, damals in ihren Dreißigern, kaum ernst nahm. Am nächsten Tag sah ihr Urin wie Seifenwasser aus. Die Diagnose war hart: nephrotisches Syndrom; ihre Nieren versagten. Sie beschloss, nicht aufzugeben: Sie wurde Krankenschwester und erhielt ihre Nierengesundheit zehn Jahre lang mit Ernährung, Bewegung und Medikamenten.

2005 kam das Unvermeidliche: Peritonealdialyse und die Warteliste für eine Transplantation. Der Anruf kam schnell, nur vier Monate später. Doch drei Jahre später begann diese erste Niere zu versagen.

Ihre eigenen Kollegen boten sich als Spender an. Einer von ihnen passte perfekt. Doch vor der Operation entwickelte Lisa eine extrem seltene Autoimmunerkrankung, die ihren Körper mit Blasen bedeckte. Auch das überwand sie. 2009 wurde sie operiert. Und auch diese zweite Niere hielt nach einer Blutung und einem ganzen Monat Kampf um ihre Rettung nicht durch. Sie kehrte zur Dialyse zurück. Sie fing von vorn an.

Erst 2018, als sie gerade einen Masterabschluss machte, schlug ihr eine Freundin vor, sich bei einem zweiten Transplantationszentrum anzumelden. Sie stellte nur eine Bedingung, bevor sie auf die Liste kam: erst den Abschluss machen. Das tat sie. Und das Telefon klingelte wieder.

Als sie nach dieser dritten Operation aufwachte, sah sie etwas, das sie seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hatte: einen Urinbeutel. Die Niere arbeitete. Sie schlief wieder ein, friedlich, zum ersten Mal seit langer Zeit.

„Aller guten Dinge sind drei“, sagte sie später. Heute, vier Jahre später, arbeitet diese Niere immer noch. Lisa ist Schulkrankenschwester, engagiert sich ehrenamtlich und begann eine Therapie, um das zu heilen, was die Dialyse nicht berühren konnte.

Sie verlor zweimal. Aber sie hörte nie auf, für das dritte Mal zu kämpfen.

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