„Es ist ein erschreckender Akt der Diskriminierung“, sagte Amnesty International. Die lokalen Behörden sehen das genau andersherum 👀…


Ein Kuss. Das reichte aus, damit eine 25-jährige Frau und ihr 22-jähriger Partner auf einem öffentlichen Platz in Banda Aceh, Indonesien, kniend jeweils 21 Schläge mit einem Rohrstock aus Rattan erhielten.


Alles begann am 27. Februar, als sie in einem Auto einen TikTok-Livestream machten, in dem sie sich küssten. Das Video ging viral, jemand meldete sie der Religionspolizei, und im April landeten sie im Gefängnis. Am 2. Juli brachte ein Scharia-Gericht sie in den Bustanussalatin City Park, um die Strafe vor mehr als hundert Menschen zu vollstrecken.


Einige Zuschauer forderten, man solle „härter“ zuschlagen. Muhammad Rizal, Leiter der Religionspolizei der Stadt, bestätigte es unverblümt: Es war das erste Mal, dass sie ein in sozialen Medien begangenes Vergehen auf diese Weise bestraft hatten. Amnesty International nannte es Folter. In Aceh nennen sie es Gerechtigkeit.
