Rodrigo de Paul isst in jedem Spiel ein Bonbon, um sich an seinen Großvater zu erinnern, der ihm jedes Mal Süßigkeiten gab, wenn er ihn zum Training brachte: „Er nutzte sein Busgeld und lief zu Fuß nach Hause zurück“

Por Aracely Molina
26 June, 2026

Rodrigo De Paul war erst ein paar Jahre alt, als ihn sein Großvater Osvaldo zum Training auf Racings Predio Tita Mattiussi in Sarandí brachte. Wenn das Training vorbei war, gab Osvaldo ihm ein paar Münzen, damit er sich an der Snackbar Kaubonbons kaufen konnte. Sein Enkel nahm sie glücklich an, ohne etwas zu fragen. Was De Paul nicht wusste — und erst Jahre später herausfand —, war, dass diese Münzen sein Busgeld für den Heimweg waren. Sein Großvater verzichtete auf ein Ticket, damit er seine Bonbons haben konnte, und lief allein 50 oder 60 Häuserblocks zurück, von Avellaneda bis in sein Viertel. 🚶‍♂️

Osvaldo starb 2009, als Rodrigo 14 Jahre alt war. Der Schlag traf ihn so hart, dass der Junge eine Zeit lang mit dem Fußball und der Schule aufhörte. Heute trägt er auf seinem linken Handgelenk ein Tattoo mit dem Satz „für immer in meinem Herzen“, und jedes Mal, wenn er den Platz betritt oder ein Tor schießt, küsst er dieses Tattoo. Es ist nicht nur ein Aberglaube: Es ist eine Umarmung, die er jemandem schickt, der sie nicht mehr empfangen kann. Die Geschichte wurde von seiner Mutter, Mónica Ferrarotti, in einem Interview mit der Journalistin Maite Peñoñori erzählt. 💙

Bei der Copa América 2021 wurde der Aberglaube mit Leandro Paredes und der Mannschaft zu einem Teamritual — De Paul isst vor jedem Spiel genau 14 Bonbons, Paredes isst 7, und Scaloni gibt zu, völlig schamlos 40 Sugus zu verdrücken. Zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar reisten sie mit 270 Tüten. Für die von 2026 in Dallas wurde das Ritual im AT&T Stadium wiederholt. Argentinien, Weltmeister auch dank einiger Bonbons, die einen Großvater einst sein Busgeld kosteten. 🏆🍬

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